Ein Crewmitglied aus den Niederlanden, das aktuell im Kanton Aargau lebt, wurde von dort nach Schweizer Boden repatriiert. Derzeit befindet er sich zur medizinischen Untersuchung im Kantonsspital Aarau (KSA), wie der Kanton Aargau bekannt gab. Bleibt er symptomfrei und wird ein weiterer Test negativ ausfallen, wird er in häusliche Quarantäne entlassen. Eine Kantonsärztin hat die Dauer der Quarantäne auf 42 Tage ab dem letzten möglichen Kontakt festgelegt.
Obwohl der Mann in den Niederlanden einen negativen Test auf das Virus erhalten hatte und keine Symptome zeigt, gilt er als Kontaktperson. Nach seiner Rückkehr mit einem Flugzeug der Rettungsflugwacht Rega wurde er von Schutz und Rettung Zürich ins KSA gebracht.
Sogar nach der Entlassung in die häusliche Quarantäne wird das Kantonsspital Aarau den Kontakt zu ihm aufrechterhalten und ihn weiterhin für Labortests einladen. Der Mann muss täglich seine Symptome und seinen Puls überwachen sowie regelmäßig Selbsttests durchführen, so hieß es. Er darf sein Zuhause für Spaziergänge verlassen, jedoch ist er dazu angehalten, eine FFP2-Maske zu tragen.
Der Mann war auf dem Kreuzfahrtschiff «Hondius» tätig, auf dem sich im April ein Ausbruch des Hantavirus ereignete. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verzeichnete in diesem Zusammenhang bislang elf Infektionsfälle und drei Todesopfer. Nachfolgend wurde die Besatzung des Schiffes unter Quarantäne gestellt.
Bisherige Behandlungen im Zürcher Universitätsspital betrafen eine mit dem Hantavirus infizierte Person. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt an, dass derzeit in der Schweiz keine Schutzmaßnahmen für die Allgemeinbevölkerung aufgrund des Hantavirus-Ausbruchs notwendig sind und das von dem Virus ausgehende Risiko als gering eingeschätzt wird.