Der Schweizer Dokumentarfilm «Stuntfrauen» von Elena Avdija widmet sich den Frauen, die im Verborgenen für spektakuläre Actionszenen sorgen. Petra, Virginie und Estelle stehen im Fokus des Films, der ihre präzise Arbeit hervorhebt. Sie berechnen jede Bewegung akribisch, um Gefahren zu minimieren. Auf die Frage ihrer Tochter nach Todesangst antwortet Virginie: «Nein. Ich kann das Risiko einschätzen.» Petra arbeitet seit vielen Jahren in Los Angeles und war an Produktionen wie «Flight», «Pirates of the Caribbean» oder «Eagle Eye» beteiligt, nicht immer im Bildschirm, sondern hinter den Kulissen bei gefährlichen Szenen. Nach wiederholten Stürzen auf ihre Hüfte wurde bei einem MRT festgestellt: Das Hüftlabrum ist fast komplett abgerissen. Trotz einer Prothese arbeitet sie weiterhin mit Risiko und betont die Notwendigkeit exakter Planung ihrer Bewegungen. In Frankreich aktiv, fokussieren sich Virginie und Estelle auf Fall- und Schlagtechniken. Während ihre männlichen Kollegen in Kampfszenen agieren, erleben die Stuntfrauen oft harte körperliche Konfrontationen. Estelle hebt hervor: «Das Leben ist generell härter für Frauen, was sich auch im Film zeigt.» In einer Schule für Stunts tauschen sie Erfahrungen aus und sprechen über persönliche Herausforderungen, wie etwa erinnerte Missbräuche in Kampfszenen. Der Dokumentarfilm unterstreicht die Unsichtbarkeit dieser Frauen im fertigen Film: Sie bleiben namenlos und gesichtslos, da ihre Arbeit nicht erkennbar sein soll. Ihr Können trägt zur Illusion der Filmwelt bei, deren Aufwand oft nur in wenigen Sekunden sichtbar ist. Stuntfrauen, SRF1, 22.03.26, 22:25 Uhr