Das Online-Lebensmittelgeschäft Farmy ist nach gescheiterten Sanierungsversuchen am Rande des Konkurses. Über diesen Schritt berichtete das Portal «Inside Paradeplatz» bereits am Samstag. Der Verwaltungsrat entschied, die Bilanz zu deponieren und den Betrieb einzustellen, da die Umstrukturierungen nicht die erwarteten nachhaltigen Ergebnisse brachten.
Im Januar 2025 versuchte Farmy durch eine Fusion mit Pico Lebensmittel wirtschaftlich aufzutreten. Die geplante Zusammenlegung sollte Synergien in der Logistik und bei den Verwaltungskosten schaffen. Dennoch zwangen sich verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen dazu, diesen Kurs zu revidieren.
Seit seiner Gründung im Jahr 2014 versprach Farmy seinen Kunden frische und nachhaltige Lebensmittel mit einem Fokus auf Regionalität. Während der Corona-Pandemie erlebte das Unternehmen ein Wachstum durch Online-Bestellungen und Lieferdienste.
Nach einer Umstrukturierung im Jahr 2024 und der Fusion mit Pico Lebensmittel im Folgejahr, schloss Farmy seinen Westschweizer Standort in Ecublens VD im Juni 2025. Dabei verloren 29 Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze. Das Unternehmen war bekannt für den Verkauf regionaler und nachhaltiger Produkte über eine Onlineplattform und lieferte diese mit eigenen Fahrzeugen aus.
Rund 60 Prozent des Umsatzes, der von circa 1200 Bauern, Käsereien und Bäckereien in der Schweiz generiert wurde, trug zur Unternehmensstrategie bei.
Quelle: SRF 4 News, 9.5.2026, 18:00 Uhr; sda/kurn/hues