Michelle Keller berichtet, dass obwohl noch rund die Hälfte der Einwohner von Luzern katholisch sind, der Anteil jener ohne Religionszugehörigkeit kontinuierlich steigt. Laut einer Analyse des Lustat Statistikbüros basierend auf Daten des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2024 würden immer mehr Luzernerinnen und Luzerner auf die Gretchen-Frage nach der Religion mit ‘gar nicht’ antworten.
Im Jahr 2024 waren 30,2 Prozent der Bewohner des Kantons Luzern konfessionslos – fast jeder Dritte. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 29 Prozent. Im Vergleich zu zehn Jahren davor hat sich der Prozentsatz nahezu verdoppelt, da damals rund 16 Prozent als konfessionslos registriert wurden. Die katholische Kirche bleibt jedoch mit einem Mitgliederanteil von circa 49,3 Prozent die führende Konfession im Kanton; 8,4 Prozent gehören der reformierten Kirche und 11,5 Prozent anderen Religionen an.
Die Zugehörigkeit zu einer Konfession bedeutet nicht zwangsläufig, dass man sich selbst als religiös oder spirituell betrachtet. Laut BFS-Erhebung sehen sich 46 Prozent der Luzerner Bevölkerung weder als religiös noch als spirituell an. Personen über 50 Jahren neigen eher dazu, sich als religiös einzustufen als jüngere Altersgruppen. Zudem identifizieren sich Frauen häufiger als Männer als spirituelle Menschen.
Dennoch spielen für etwa drei von fünf Bewohnern Luzerns Religion und Spiritualität in schwierigen Lebensphasen eine bedeutende Rolle, was auch bei Krankheit zutrifft.
Verwendete Quellen:
Analyse des Lustat Statistikbüros Luzern sowie Daten des Bundesamts für Statistik 2024 zur Religiosität und Spiritualität.