Im letzten Jahr erblickten in der Stadt Zürich insgesamt 4535 Kinder das Licht der Welt, wobei mehr als die Hälfte von ihnen einen zweiten Vornamen erhielt. Die Namensstatistik für 2025 zeigt ein ungewöhnliches Bild: Bei den Mädchen teilen sich Emma, Sofia und Sophia mit jeweils 19 Neugeborenen die Spitze der Beliebtheitsskala. Unter den Knabennamen liegt Finn gleichauf mit Louis an erster Stelle, jeder davon wurde 22 Mal vergeben; gefolgt von Leon (19) sowie Emil und Theo (je 18). Emma behauptet sich nach wie vor als Favoritin der Eltern – sie führte die Rangliste schon zwischen 2014 und 2018 sowie im Jahr 2024 an. Sofia, ebenfalls konstant beliebt, erreichte den geteilten ersten Platz nach dem zweiten Rang im Vorjahr. Bei den Jungen zeichnet sich Finn durch eine bemerkenswerte Zunahme aus: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der Namensvettern um 16. Der Name erfreut sich seit 2005 beständiger Beliebtheit, ebenso wie Milo, Gabriel, Robin und Rio, die ebenfalls starke Zuwächse verzeichneten. Bei den Mädchen war Cleo (+10) der stärkste Aufsteiger vor Paula (+9) und Sophie (+8). Doch ob sich Cleo und Finn als Dauerbrenner etablieren können, bleibt fraglich; 2005 waren Selina und Tim die großen Favoriten, deren Beliebtheit jedoch rasch wieder sank. Auch der Trend zum Zweitnamen setzt sich fort: 53,2 Prozent aller Neugeborenen tragen einen zweiten Vornamen – ein Anstieg um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Dieser langfristige Aufwärtstrend begann im Jahr 1975 mit einem Tiefstwert von 38,9 Prozent. Besonders Kinder mit kurzem Erstnamen erhalten häufig einen zweiten Vornamen: Sechs von zehn dreibuchstabigen Namen wurden ergänzt; bei langen Erstnamen ist es nur jedes dritte Kind. Die beliebtesten Zweitnamen bei Mädchen sind Marie, Sophie und Rose, während Alexander, Paul und Louis bei Jungen gefragt sind. Insgesamt wurden 2025 in Zürich 1098 verschiedene Mädchennamen und 1159 Knabennamen vergeben; die häufigsten Anfangsbuchstaben waren A (Mädchen) und L (Jungen). Seit 2014 schwankten jährlich über 5100 Geburten, doch im Jahr 2022 sanken sie um fast 14 Prozent auf rund 4500 – ein Rückgang, der seit Beginn des Ersten Weltkriegs nicht mehr erlebt wurde. Die niedrigeren Geburtenzahlen haben sich seither stabilisiert.