Steven Woods Versuch, erneut in den Verwaltungsrat des Uhrenkonzerns aufgenommen zu werden, ist an der heutigen Generalversammlung (GV) gescheitert. Trotz einer klaren Unterstützung durch die Inhaberaktionäre mit 80,4 Prozent konnte sich Wood nicht gegen die Familie Hayek durchsetzen, wie bereits im Vorjahr.
Als Vertreter der Inhaberaktionäre angetreten, wurde er von diesen gewählt. Doch die entscheidende zweite Abstimmung, bei der alle Aktionärsgruppen teilnehmen konnten, ergab eine deutliche Ablehnung: Nur 19,2 Prozent stimmten für ihn, während 79,2 Prozent dagegen waren.
Mit einer Teilnahmequote von 84,5 Millionen Namenaktien und 11,7 Millionen Inhaberaktien war es entscheidend, dass die Mehrheit der Namenaktien gegen Wood votierte. Der Hayek-Pool hält einen bedeutenden Anteil dieser Aktien.
Das Gesetz erlaubt den Aktionären, von den Inhabern gewählte Kandidaten abzulehnen, wenn wichtige Gründe vorliegen. Die Swatch Group argumentierte unter anderem mit Woods höherem Besitz an Namenaktien und seiner Tätigkeit im Verwaltungsrat eines Rüstungskonzerns. Rechtsexperten wie Peter V. Kunz bezweifeln jedoch die Stichhaltigkeit dieser Argumente.
Nach der Ablehnung fragte Wood, wer nun als Vertreter der Inhaberaktionäre agiere. Präsidentin Nayla Hayek verwies auf das nächste Traktandum und vermied eine direkte Antwort. Die nachfolgende Pressemitteilung bestätigte die erneute Ernennung von Jean-Pierre Roth als langjährigen Vertreter der Inhaberaktionäre im Verwaltungsrat.
Eine Anfechtungsklage Woods aus dem Vorjahr ist weiterhin anhängig, und eine rechtliche Überprüfung könnte Zeit beanspruchen.