Michelle Keller berichtet über Vorschlag der GLP-Fraktion zur Unterstützung bei Ernährung. Die Fraktion sieht ein ernsthaftes Problem: Viele Luzernerinnen und Luzerner, deren Budget unter Druck steht, müssen sparen – oft zuerst bei frischen Lebensmitteln. Dies führt laut GLP zu ernährungsbedingten Gesundheitsproblemen, die wiederum hohe Folgekosten verursachen könnten.
GLP-Fraktionsmitglieder Roland Z’Rotz und Anna-Lena Beck schlagen vor, dass die Stadt Luzern finanzielle Unterstützung beim Kauf von regionalem Gemüse und Obst gewähren sollte. Dafür sollen Gutscheine oder Beiträge zu einem Gemüseabo zur Verfügung gestellt werden. Die GLP hebt dabei Modelle der solidarischen Landwirtschaft hervor, bei denen Haushalte im Voraus die Produktion finanzieren und dafür Anteile an der Ernte erhalten.
Die Unterstützung soll vorrangig einkommensschwachen Personen zugutekommen. Die GLP schlägt vor, diese Maßnahme in bestehende Förderstrukturen wie Ergänzungsleistungen oder andere soziale Angebote zu integrieren. Ein Beispiel aus der Waadtländer Gemeinde Prilly zeigt, dass eine solche Subventionierung möglich ist; dort werden Gemüseabos bis zu 400 Franken jährlich bezuschusst.
Durch die Förderung würde nicht nur das Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger verbessert, sondern auch die lokale Landwirtschaft gestärkt. Diese steht laut GLP aufgrund billiger Importe, niedriger Erzeugerpreise und sich ändernden klimatischen Bedingungen unter starkem Druck.
Verwendete Quellen:
– Postulat der GLP-Fraktion zur Unterstützung für frische Lebensmittel.