In Ebikon entbrennt ein politischer Konflikt angesichts des geplanten Grundstückverkaufs an einen Investor. Die Grünen setzen sich dafür ein, dass das Restaurant Sonne sowie die Kultursonne nicht verloren gehen.
Das Verschwinden dieser Einrichtungen bedeutet für Ebikon den Verlust wichtiger kultureller und sozialer Treffpunkte im Dorfleben, wie es von der Partei hervorgehoben wird. Mit einer Petition an Gemeindeschreiber Roland Baggenstos wollen die Grünen Druck auf den Gemeinderat ausüben, um die Erhaltung dieser zentralen Orte zu sichern.
Auslöser für den Widerstand ist der Beschluss von Gemeinderat und Parlament, ein Grundstück auf dem Areal Sonne an einen Investor abzutreten. Dieser Entscheid stößt in der Bevölkerung auf Kritik. In den betroffenen Gebäuden sind das Restaurant Sonne sowie die Kultursonne untergebracht, welche als bedeutende gesellschaftliche Anlaufstellen fungieren.
Das Restaurant Sonne zählt zu den wenigen Wirtshäusern im Zentrum und war über Jahrzehnte Treffpunkt für Vereinsaktivitäten. Ebenso ist die Kultursonne von regionaler Relevanz, da sie kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte beherbergt.
Die Petition fand rasch Anklang: Innerhalb kurzer Zeit sammelten sich über 30 Unterschriften von Bürgern unterschiedlicher politischer Überzeugung. Melanie Fuchs, Co-Präsidentin der Grünen Ebikon, betont, dass die breite Unterstützung das Interesse an diesem Thema unterstreicht.
Die Partei fordert den Gemeinderat auf, bestehende Kultur- und Begegnungsstätten zu bewahren und neue Standorte für Sonne und Kultursonne bereitzustellen. Zudem kritisieren sie die Bodenpolitik der Gemeinde: Adrian Hollenstein, Vorstandsmitglied, moniert die aktuelle Immobilienstrategie als widersprüchlich, da das Grundstück verkauft wurde, bevor diese Ende 2026 verabschiedet sein soll. Er zeigt sich verwundert über den Verkauf statt einer Vergabe im Baurecht.
Mit der Einreichung liegt die Angelegenheit nun beim Gemeinderat, der sechs Monate Zeit hat, zu reagieren. Die Grünen beobachten die Entwicklung mit kritischem Blick.