Eine neueste Studie hebt die besonders hohe Zufriedenheit von Arbeitnehmern im Pflegesektor hervor. Allerdings zeigt sich eine Diskrepanz bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben, wo Verbesserungspotenzial besteht.
Laut der Untersuchung des Forschungsinstituts Sotomo, die kürzlich veröffentlicht wurde, fühlen sich acht von zehn Pflegekräften ihrem Beruf sinnvoll nachgehen zu können. Dabei waren kaum geschlechtsspezifische Unterschiede in der Arbeitszufriedenheit feststellbar.
Ältere Beschäftigte berichteten jedoch häufiger über ein Gefühl von Erfüllung und Stolz, welches für ein erfülltes Berufsleben wichtig sei. Fast die Hälfte aller Erwerbstätigen empfindet im Job viel oder sehr viel Stolz, wobei Pflegeberufe besonders hoch bewertet wurden.
In Bezug auf Jobsicherheit stehen Pflege und Medizin an der Spitze, gefolgt von sozialen Berufen, dem Baugewerbe und der öffentlichen Verwaltung. Strukturelle Rahmenbedingungen gelten jedoch als weniger positiv bewertet, besonders die Work-Life-Balance.
Fast 47 Prozent der Befragten legen Wert auf eine gute Balance zwischen Arbeit und Privatleben. Zudem schätzen abwechslungsreiche Aufgaben (44 Prozent) sowie die Möglichkeit, positive Veränderungen zu bewirken (38 Prozent). Der Lohn rangiert auf dem vierten Platz.
Die Studie wurde im März 2026 im Rahmen der Kampagne «Mach Karriere als Mensch» von Sotomo durchgeführt. Die Trägerorganisationen Artiset, Spitex Schweiz und OdASanté unterstützen die Initiative gemeinsam mit dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Mehr als 4300 Erwerbstätige sowie Pensionierte aus der ganzen Schweiz wurden befragt.