Luzern reagiert auf den zunehmenden Drogenkonsum und die steigende Zahl von Süchten mit einer neuen Position: Die Stadt hat eine Suchtbeauftragte ernannt. Jacqueline Mennel Kaeslin übernimmt diese Rolle ab August, um die ‘Suchtkompetenz’ zu stärken und der wachsenden Drogenszene entgegenzuwirken.
Die neu geschaffene Stelle soll als zentrale Anlaufstelle für alle Suchtfragen dienen, einschließlich legaler Substanzen wie Tabak oder Alkohol sowie Verhaltenssüchten. Mennel Kaeslin wird über die Drogen- und Suchtlage in Luzern informiert sein, Strategien zur Bekämpfung entwickeln und sicherstellen, dass Betroffene Beratung erhalten können. Zudem vertritt sie die Stadt nach außen im Bereich Sucht.
Die Stadt plant verschiedene Maßnahmen zur Eindämmung des Crack-Problems, darunter eine verstärkte Präsenz der SIP Luzern (Sicherheit, Intervention, Prävention), mehr Jugendarbeit und Social-Media-Kampagnen sowie medizinische Unterstützung für Betroffene. Auch Wohn- und Obdachlosenhilfe wird ausgebaut.
Jacqueline Mennel Kaeslin hat nach ihrer Ausbildung als Primarlehrerin Soziale Arbeit an der Fachhochschule Zentralschweiz studiert. Sie erwarb einen Master-Abschluss mit Studienabschnitten in den Hochschulen Bern, Luzern, St. Gallen und Zürich und besuchte Weiterbildungen im Bereich Betriebswirtschaft sowie systemische Schulsozialarbeit.
Seit 2014 arbeitet sie bei der Suchtfachstelle ‘Akzent Prävention und Suchttherapie Luzern’, wurde dort 2016 zur Bereichsleiterin Prävention ernannt und ist seit 2021 Co-Geschäftsführerin. Die Ernennung zur Suchtbeauftragten erfolgte nach einer breiten Ausschreibung durch die Sozial- und Sicherheitsdirektorin Melanie Setz (SP).