In Zug fand am Sonntag ein Lauf zugunsten der Rückenmarksforschung statt, an dem viele Menschen teilnahmen. Der 13. Wings for Life World Run begeisterte mit einem ungewöhnlichen Ende: Ein Auto markierte das Rennende. Insgesamt starteten in der Schweiz und in Liechtenstein 12’657 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter mehr als 8000 Läuferinnen, Läufer und Rollstuhlfahrer beim ausverkauften Flagship Run in Zug, wie die Veranstalter mitteilten.
Der Lauf fand weltweit simultan statt. In 173 Ländern hatten sich laut den Organisatoren 346’527 Personen angemeldet, was einen neuen Teilnehmerrekord darstellt. Rund 9,2 Millionen Euro wurden für die Rückenmarksforschung gesammelt.
Bekannte Schweizer Sportlerinnen und Sportler waren ebenfalls dabei: Unter ihnen Marco Odermatt, Simon Ehammer, Mathilde Gremaud sowie Daniela Ryf. Die Beachvolleyballerinnen Anouk und Zoe Vergé-Dépré saßen im Catcher Car, das die Teilnehmer nach und nach einholte.
David Mzee aus Zürich war ebenfalls wieder am Start. Bekannt geworden ist er 2019, als er seinen Rollstuhl verließ und mit Hilfe eines Rollators 390 Meter lief. Dieses Jahr wollte er ohne Elektro-Unterstützung laufen und übertraf seine vorherige Distanz um 60 Meter.
Bei den Frauen gewann Seraina Stettler aus Jeuss im Kanton Freiburg, die nach 49 Kilometern eingeholt wurde. Bei den Männern siegte Raphael Josef aus Bronschhofen, der in Zug bereits 2021 und 2022 gewonnen hatte und bei dieser Ausgabe nach 61 Kilometern das Ziel erreichte.
Die Wings for Life Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation für die Rückenmarksforschung, gegründet im Jahr 2004. Ihr Anliegen ist es, Fortschritte in der Behandlung von Querschnittslähmungen zu ermöglichen.