In der Ostschweiz ereignete sich ein schweres Gewaltverbrechen. Eine Frau und eine weitere unbekannte Person erlitten tödliche Stich- und Schnittwunden; zudem wurde ein siebenjähriges Mädchen ins Spital gebracht. Auch der Tatverdächtige, ein 23-jähriger Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit, erlitt Verletzungen.
Am Donnerstagmorgen kam es gegen 8 Uhr in einer Privatwohnung im Sölzer bei Urnäsch zu dem Vorfall. Die Bewohnerin der Wohnung, eine 48-jährige Russin, und ein weiteres weibliches Opfer wurden tödlich verletzt; die Identität des zweiten Opfers ist noch unbekannt, es soll jedoch zu Besuch gewesen sein.
Die Tochter der Hausbewohnerin, sieben Jahre alt und Schweizer Staatsbürgerin, wurde mit nicht näher bezeichneten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Der 23-jährige Verdächtige, der ebenfalls in der Region lebt, erlitt Schnittverletzungen und befindet sich im Spital.
Die Beziehung des mutmaßlichen Täters zu den Opfern wird von der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden untersucht. Anton Sonderegger, ein Polizeisprecher, bestätigte gegenüber dem “Blick”, dass der Mann bereits in Erscheinung getreten war.
Gemeindepräsident Peter Kürsteiner äußerte sich gegenüber der “Appenzeller Zeitung” schockiert über das Geschehene. Die Anzahl der Einsatzfahrzeuge habe auf ein schwerwiegendes Ereignis hingedeutet, so seine Worte.
Im Einsatz waren mehrere Patrouillen und Spezialdienste der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden sowie eine Einheit der Polizei von Appenzell Innerrhoden. Unterstützung kam zudem vom Rettungsdienst mit medizinischem Fachpersonal und einem Notarzt. Die Staatsanwaltschaft leitet die Untersuchungen, wobei auch das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen beteiligt ist.