In der Kirche St. Peter und Paul in Wolder, einem Stadtteil von Maastricht, wurde bei Bauarbeiten ein Skelett entdeckt, das Historiker als Überreste des berühmten französischen Musketiers d’Artagnan identifizieren könnten. Dieser Fund könnte ein historisches Rätsel lösen, wie die niederländische Nachrichtenplattform «L1 Nieuws» berichtet.
D’Artagnan, der Vorbild für die Romanfigur im gleichnamigen Werk von Alexandre Dumas war, lebte um 1611 und diente als Musketier unter König Louis XIV. Er fiel am 25. Juni 1673 in Maastricht, doch sein genauer Grabort ist unbekannt. Odile Bordaz, seine Biografin, vermutete seit langem Wolder als mögliche letzte Ruhestätte.
Das Skelett wurde direkt vor dem Altar gefunden und könnte d’Artagnan zugeordnet werden, da es in einer Kirche begraben liegt, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Ein weiteres Indiz ist eine französische Münze aus dem Jahre 1660, die als Grabbeigabe gefunden wurde.
Archäologe Wim Dijkman, der seit fast drei Jahrzehnten nach d’Artagnans Grab sucht, äußerte sich begeistert über den Fund. Die endgültige Identifizierung steht jedoch noch aus und hängt von einer DNA-Analyse ab, deren Ergebnisse in einigen Wochen erwartet werden. Bis dahin wird das Skelett im archäologischen Institut in Deventer untersucht.