An Feiertagen ist die Auswahl oft schwerer als gedacht, daher hier fünf Filme für unterschiedliche Stimmungen – ähnlich einer Schokoladenmischung, bei der man vorher nicht weiß, was drinsteckt.
Ein junger Mensch kämpft gegen den Widerstand der Welt um seinem Tanzverlangen nachzugehen. Er fühlt sich plötzlich leicht und bedeutsam zugleich. Es ist ein Film ohne Zynismus oder Tiefgründigkeit, stattdessen zeigt er, wie Leidenschaft Veränderungen bewirken kann.
Dieser Streifen bringt reiche Menschen in peinliche Situationen mit offensichtlicher Freude. Themen sind Status und Oberflächlichkeit sowie die brüchige Illusion von Kontrolle – präsentiert mit der Wucht eines Sturms auf hoher See. Man lacht, vielleicht etwas zu laut, und fragt sich, ob man selbst gemeint ist.
Dieser Film wird nicht wegen der Handlung geschaut, sondern weil Ursula Andress so wirkt, als wäre sie für das Kino gemacht worden. Er gleicht einem Cocktail: ein wenig süß, ein bisschen stark, perfekt zum Dahinschmelzen.
Bruce Willis durchlebt den Film mit seiner charakteristischen Müdigkeit und Verletzlichkeit – Eigenschaften, die ihn überzeugend machen. Es geht um Zeit, Verantwortung und das plötzliche Gewicht kleiner Entscheidungen. Direkt und ohne Umwege.
Dieser Film ist kein Leichtgewicht. Strenge und Kühle verbinden sich mit einer unwiderstehlichen Faszination. Er erzählt von Schuld, Autorität und dem Unheimlichen im Alltäglichen, während die anderen Filme trösten – eine Frage stellt und das reicht manchmal aus.
Letztlich läuft es immer gleich ab: Man schwört sich nur kurz zu schauen, bleibt aber hängen und vergleicht einen weiteren Film. Am Ende entdeckt man, dass Ostern auch im Wohnzimmerhalbdunkel gelingt. Die Spaziergänge warten noch, die Schokolade nicht – und die Filme schon gar nicht.
Das weisse Band, SRF 1, 27.03., 23.50 Uhr