Ein Pilot von Icelandair hat sich mit einem riskanten Manöver von seiner Heimat verabschiedet: Am 11. April flog er mit einer Boeing 757 in nur etwa 100 Metern Höhe über seinen Geburtsort Vestmannaeyjar, kurz vor dem Ruhestand.
Die Maschine war auf dem Weg von Frankfurt nach Reykjavík. Laut Flugdaten des Onlinedienstes Flightradar24 sank die Boeing kurz vor der Insel auf rund 400 Meter herab; genaue Angaben zum Überflug liegen nicht vor.
Linda Gunnarsdóttir, Chief Flight Officer bei Icelandair, erklärte gegenüber isländischen Medien, dass das Unternehmen weder von dem Manöver wusste noch es genehmigte. Eine solche Abweichung widerspricht den strengen Verfahren der Luftfahrt; deshalb läuft eine Untersuchung. Gunnarsdóttir entschuldigte sich bei Anwohnern.
Der Pilot, der aus Vestmannaeyjar stammt, wollte seine Herkunft wohl ehren. Unklar ist, ob die Passagiere über das Manöver informiert wurden und welche Konsequenzen dies haben könnte.