Der Brand oberhalb von Brusio GR hält an und die Kantonspolizei bestätigt gegenüber SRF, dass das Feuer trotz umfangreicher Löschaktionen aktiv ist und das Tal stark mit Rauch gefüllt hat. Seit Mittwochmorgen sind zwei Helikopter der Schweizer Armee im Einsatz, unterstützt von fünf zivilen Hubschraubern, die die Feuerwehren aus Brusio und Poschiavo bei den Eindämmungsarbeiten begleiten, nachdem das Feuer am Dienstag ausgebrochen war.
Markus Walser, Mediensprecher der Kantonspolizei Graubünden, erklärt gegenüber SRF: «Wir arbeiten daran, die Schadensauswirkungen zu begrenzen und das Feuer zu löschen. Dies gestaltet sich sehr schwierig und ist aktuell ungewiss.» Die Einsatzleitung liegt bei der Polizei.
Die Helikopter versorgen den Waldboden mit so viel Wasser, dass eine weitere Ausbreitung verhindert werden soll, wie Walser betont. Er fügt hinzu: «Derzeit besteht keine größere Gefahr.»
Gemäß Angaben der Kantonspolizei Graubünden wurde das Feuer legal durch ein lokales Unternehmen in Brusio entfacht, um Abfallholz zu verbrennen und eine entsprechende Genehmigung vorlag. Aufgrund der Trockenheit und des starken Windes geriet das Feuer jedoch außer Kontrolle und wuchs auf etwa zwei Quadratkilometer.
Die Bevölkerung ist laut Polizeiangaben nicht gefährdet, auch nicht durch den sich ausbreitenden Rauch im Tal. Das Feuer hat in der Nähe des Kreisviadukts der Rhätischen Bahn (RhB) seinen Anfang genommen. Der Bahnbetrieb bleibt vorerst unterbrochen. Ebenso ist die Straße nach Viano GR gesperrt, das Dorf mit rund 60 Einwohnern ist über einen Forstweg erreichbar, so Gemeindepräsident Pietro Della Cà.
Zur Gewährleistung der Sicherheit wurde laut Polizei die Stromleitung in der Nähe während der Nacht abgeschaltet; Viano wird durch einen Generator mit Strom versorgt. Die dichte Rauchwolke aus den anhaltenden Flammen überzieht das gesamte Tal, und die Einsatzkräfte setzen ihre Bemühungen fort, um das Feuer einzudämmen.