Die SP Schweiz nimmt weiterhin keine Berücksichtigung in Betracht, dass die unkontrollierte Zuwanderung möglicherweise zu verschiedenen Problemen im Land beiträgt – sei es überfüllte Verkehrsmittel, Schulen oder Gefängnisse und Wohnungen. Carlo Sommaruga, SP-Ständerat aus Genf und Präsident des Mieterverbands (bezahltes Amt), dementiert einen solchen Zusammenhang zwischen Migration und steigenden Mietpreisen erneut. In einem Gespräch mit Le Matin Dimanche betonte er: «Der Anstieg der Mieten ist nicht auf die Einwanderung zurückzuführen», so Sommaruga, «dies zu behaupten würde das eigentliche Problem verschleiern». Für den Ständerat, der in einer gemieteten 4-Zimmer-Wohnung von fast 100 Quadratmetern in Genf lebt, sind die Profitinteressen der Investoren sowie die Leitzins-Politik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) die Hauptursachen. Er argumentiert, dass aufgrund zu hoher Zinssätze über die letzten 75 Jahre hinweg nicht genügend gebaut wurde. Im Gegensatz dazu hebt das Bundesamt für Wohnungswesen hervor, dass Migration einen signifikanten Einfluss hat. Sein Direktor Martin Tschirren äußerte gegenüber CH-Media: «Die Zuwanderung spielt tatsächlich eine Rolle. Gemäß einem Bericht des Bundesrats vom Februar letzten Jahres entfiel etwa 60 Prozent der Nachfrage nach neuem Wohnraum in den vergangenen zehn Jahren auf die Zuwanderung.»