Die Staatsanwaltschaft Nidwalden hat eine Strafuntersuchung im Zusammenhang mit dem Gondelabsturz in Engelberg eröffnet, bei dem eine Frau ums Leben kam. Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen ein technischer Leiter und ein weiterer Mitarbeiter der Titlis-Bergbahnen, wie die Strafverfolgungsbehörden Nidwaldens bekanntgeben. Ihnen wird fahrlässige Tötung sowie Störung des öffentlichen Verkehrs vorgeworfen.
Es gibt Hinweise darauf, dass unter den damaligen meteorologischen Bedingungen möglicherweise Sorgfaltspflichten nicht eingehalten wurden. An jenem Tag herrschten starke Winde, und nun wird untersucht, ob die notwendigen Sicherheitsvorschriften beachtet wurden. Die Unschuldsvermutung gilt.
Der Vorfall ereignete sich vor einer Woche, als eine Gondel der Bahn “Titlis Xpress” zwischen Trübsee und Stand abstürzte. Dabei kam eine 61-jährige Frau ums Leben. Laut den ersten Erkenntnissen des Kantons Nidwalden kollidierte die Kabine mit einem Mast und einem Teil der Rollenbatterie, was dazu führte, dass sich die Klemme vom Förderseil löste und die Gondel abstürzte.
Die Strafverfolgungsbehörden in Nidwalden haben umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Gesicherte Spuren, technische und betriebliche Unterlagen sowie meteorologische Daten wurden ausgewertet, und erste Einvernahmen mit Beteiligten und Zeugen geführt. Diese Untersuchungsergebnisse bildeten die Grundlage für die Eröffnung der Strafuntersuchung.
Zur weiteren Aufklärung arbeitet die Staatsanwaltschaft Nidwalden eng mit der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (SUST) und anderen Fachstellen zusammen. Weitere Beweiserhebungen und Einvernahmen sind geplant, wobei zusätzliche Details zum Unglück derzeit noch nicht bekanntgegeben werden können.