Die Direktorin des Universitätsspitals Zürich (USZ) äusserte sich zur “SonntagsZeitung”, indem sie dem Whistleblower Respekt zollte. Dieser habe durch seine öffentliche Aufmerksamkeit auf Missstände und regelmässige Thematisierung entscheidend beigetragen.
Die Direktorin, die 2023 ihre Tätigkeit begann, vermied Stellungnahmen zu der Entlassung des Whistleblowers, da dieses Thema aus einer Zeit vor ihrer Amtszeit stammt. Die Frage möglicher Wiedergutmachungen werde sicherlich Teil der Aufarbeitung sein, wie sie im Zusammenhang mit dem am Dienstag veröffentlichten Bericht erwähnte.
Eine durchgeführte Untersuchung ergab gravierende Mängel in der Klinik für Herzchirurgie und eine Übermortalität. Zwischen 2016 und 2020 wurden bei etwa 4500 Operationen 68 bis 74 Todesfälle mehr registriert, als statistisch erwartbar gewesen wären.
Über die Möglichkeit einer Entschädigung für Opfer und Angehörige wollte sich Jänicke nicht äussern. “Das könnte aber noch ein Thema werden”, so ihre Aussage.