Valeria Wieser berichtet, dass die FDP-Fraktion der Stadt Zug mehr Koordinierung bei lokalen Events forderte. Der Zuger Stadtrat reagierte mit einer neuen Strategie für Großveranstaltungen.
Die Fragen nach dem zukünftigen Kurs der Stadt und den bevorzugten Veranstaltungstypen wurden vor zwei Jahren durch die FDP-Fraktion aufgeworfen. Die Freisinnigen kritisierten, dass in Zug keine klare Strategie für Großveranstaltungen erkennbar sei.
Die neue Strategie basiert auf einer stadtinternen Arbeitsgruppe und umfassenden Befragungen der Bevölkerung sowie von Zielgruppen wie Nachbarschaften und Gewerbetreibende. Die Stadt positioniert sich als lebendige, internationale Kleinstadt, die Authentizität und Vielfalt schätzt.
Lokale Veranstaltungen wie der Stierenmarkt oder das Seefest sollen im Fokus bleiben, während Großveranstaltungen ohne lokalen Bezug nicht gefördert werden. Veranstaltungen mit über 5000 Teilnehmern oder erheblichen logistischen Anforderungen gelten als groß.
Entscheidungen zu bedeutenden Events wie dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest fallen auf politischer Ebene nach technischer Prüfung, da diese Veranstaltungen die nationale Identität stärken.
Die Umfrage zeigt, dass 44 Prozent der Befragten mit der aktuellen Anzahl von Events zufrieden sind. Die Stadt plant, Großveranstaltungen stärker zu steuern und auf gesellschaftlichen Nutzen statt Umsatz zu fokussieren.
Die FDP-Fraktion ist grundsätzlich zufrieden mit der Strategie, wünscht sich jedoch klarere Positionierungen bei internationalen Veranstaltungen. Die neuen Richtlinien sollen sicherstellen, dass Großveranstaltungen im Interesse der Bevölkerung geplant werden.