Am Sonntagmorgen ist Ramon Nietlispach, Inhaber der Badibar, mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Nach dem Brand in der Zuger Männerbadi stellt sich die Frage nach den Ursachen.
Die Diskussionen um mögliche Sanierungsabsichten während des Brands finden bei Nietlispach wenig Anklang: «Man ist im Schockzustand, und solche Fragen sind unangebracht», sagt er. Der Fokus liegt vielmehr auf der Brandursache, die noch völlig unklar ist.
Das Feuer brach in der Nacht zum Sonntag in der Badi Siehbach aus, wie zentralplus berichtete. Mehrere Gebäude wurden beschädigt oder zerstört, doch niemand wurde verletzt. Nietlispach erfuhr vom Brand erst am Morgen durch die Nachtrufer der Feuerwehr.
Der Vormittag nach dem Vorfall war von Aufräumarbeiten geprägt: Löscherückstände musste er aus den Räumlichkeiten entfernen, während Forensiker Spuren sicherten. Leser haben zentralplus Bilder der beschädigten Anlagen gesendet.
Mögliche Ursachen des Brandes könnten laut Nietlispach eine weggeworfene Zigarette oder ein Kabelbrand sein; er hofft auf einen Unfall und nicht auf Vorsatz. Die Polizei ist mit den Ermittlungen beschäftigt, und viele Fragen bleiben offen.
Trotz der Schäden plant Nietlispach, die Badibar ab Mittwoch wieder zu öffnen, möglicherweise mit reduziertem Angebot. Eine vorübergehende Lösung für Garderobenfunktionalitäten ist geplant; zwei Schiffscontainer sollen als Lager dienen.
Die Stadt Zug wird als Unterstützer hervorgehoben, die rasch und unbürokratisch gehandelt hat. Auch mit der Schifffahrtsgesellschaft arbeitet man an Übergangslösungen.
Remo Meyer, Kommandant der Feuerwehr, erklärte gegenüber zentralplus, dass das Hauptziel beim Eintreffen darin lag, die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Eine Herausforderung war dabei der See, da Ölsperren eingesetzt wurden, um Verschmutzungen zu vermeiden.
Während nun Fragen nach dem Wiederaufbau im Raum stehen: Die Stadt Zug besitzt das Grundstück und verpachtet den Kiosk. Nach Angaben von Kommunikationsleiter Dieter Müller ist der Kiosk intakt, doch die beschädigten Gebäudeteile müssen schnell bewertet werden.
Die Zuger Polizei gibt zur Brandursache keine weiteren Details bekannt; Befragungen stehen noch aus. Auch über den Schadensumfang und das weitere Vorgehen wird Stillschweigen bewahrt.