Durch die Neugestaltung des Rösslimatt-Areals entstand ein neuer, ungewohnter Platz. Diesen wird die Stadt Luzern Mitte April feierlich mit einem neuen Namen einweihen. Gelegen zwischen dem Hotel Radisson Blu und dem neu errichteten Hochschulgebäude der HSLU, öffnet sich dieser Platz als zentrale Verbindung zur Frohburgbrücke, was eine direkte Abkürzung zum Bahnhof ermöglicht.
Derzeit noch etwas leergeblieben, wird er bald Teil des aufstrebenden Quartiers. Die Stadt hat klare Ziele: Aus einem funktionalen Gleisfeld soll ein belebtes Stadtviertel erwachsen, mit der Hochschule Luzern, neuen Arbeitsplätzen und ersten Gastronomiebetrieben.
Zwei historisch bedeutende Persönlichkeiten haben nun einen Platz auf diesem neu gestalteten Areal: Judith Stamm, eine prägende Politikerin aus Luzern, und Walter von Moos, ein Pionier in der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Stamm war bekannt für ihren frühen Einsatz für die Gleichstellung – sie wurde 1970 als eine der ersten Frauen in den damaligen Kantonsrat gewählt, nachdem das Frauenstimmrecht eingeführt wurde. Als Nationalratspräsidentin erlangte sie nationale Anerkennung und verstarb im Alter von 88 Jahren. Walter von Moos gründete die Von-Moos-Stahlwerke und trug zur internationalen Expansion bei, während sein Engagement für Luzern über Jahrzehnte andauerte.
Der Platz wird fortan Judith-Stamm-Platz genannt, die Promenade entlang der Hochschule trägt den Namen Walter-von-Moos-Promenade. Für die Einweihung am 22. April ist ein öffentliches Zusammentreffen geplant, bei dem Stadtpräsident Beat Züsli eine Ansprache halten wird und die beiden Namensgeberinnen gewürdigt werden. Musikalische Untermalung bietet ein Hornquartett.