Die wirtschaftliche Lage im Iran verschärft sich durch die US-Blockade von Häfen, was zu steigenden Preisen und dem Verlust von Arbeitsplätzen führt. Ein Korrespondent berichtet über Gespräche mit Menschen vor Ort, um deren Alltagssituation darzustellen.
Iraner sind es gewohnt, unter Sanktionen zu leben, doch die aktuelle Blockade der amerikanischen Regierung hat eine weitere Verschlechterung bewirkt. Obwohl Lebensmittel noch erhältlich sind, nehmen die Preise stetig zu: So ist Sonnenblumenöl momentan dreimal so teuer wie vor Kriegsbeginn.
“Die iranische Währung steckt nicht erst seit dem Konflikt in einer Krise; ihr Wert sinkt schon seit Jahren”, erklärt der freie Journalist Teseo La Marca. Die Folgen des Krieges verschärfen die Situation zusätzlich, was sich auch in den Warnungen der iranischen Zentralbank zeigt: Eine Inflationsrate von 180 Prozent und zwei Millionen neue Arbeitslose werden erwartet.
Viele Iraner können aufgrund des Konflikts nicht arbeiten. Der weiterhin bestehende Internet-Ausfall beeinträchtigt zahlreiche Unternehmen, während die Zerstörung der Infrastruktur, wie das Bombardement eines Stahlwerks in Isfahan mit 40.000 Arbeitslosen, zusätzlich zu den Problemen beiträgt.
Im Podcast «NZZ Akzent» diskutiert Teseo La Marca die aktuelle wirtschaftliche Lage im Iran, basierend auf seinen Kontakten vor Ort und Einblicken in das Landesinnere.
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