Drei Faktoren erklären die Abnahme des Goldpreises trotz der Spannungen im Nahen Osten. Erstens bleibt Gold mit einem Preis, der fast doppelt so hoch ist wie vor fünf Jahren, kostspielig. Dies veranlasst Investoren, ihre Bestände zu liquidieren und den Markt zu überschwemmen, wodurch der Preis sinkt.
Zweitens könnte die Inflation infolge steigender Energiepreise aufgrund des Konflikts im Iran anziehen. Die Zentralbanken könnten in Reaktion darauf die Leitzinsen möglicherweise erhöhen statt zu senken, was Gold als Anlage weniger attraktiv macht.
Drittens spiegelt der aktuelle Verkaufswelle von Gold den Druck auf den Finanz- und Rohstoffmärkten wider. Investoren benötigen flüssige Mittel, um finanzielle Lücken zu schließen oder Forderungen zu decken, was sie dazu veranlasst, ihre Goldbestände zu liquidieren.
Zusätzlich belastet die Vertrauenskrise bei US-amerikanischen Private Equity Gesellschaften den Markt. Diese Finanzgesellschaften finanzieren Unternehmen außerhalb der Börse und erleben seit Wochen ein massives Abfließen von Kapital infolge mangelndem Vertrauen, was wiederum zu verstärkten Notverkäufen von Gold führt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz des üblichen Anstiegs von Goldpreisen in Krisenzeiten der aktuelle hohe kurzfristige Kapitalbedarf den Preis nach unten drückt.