Der Zentralschweizer Daniel Lampart hat bekannt gegeben, dass er sein Amt als Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) per Ende Jahr niederlegen wird. Der 57-Jährige äusserte sich gegenüber «Blick» am Donnerstag, den 30. April, dazu. Seit zwanzig Jahren hat Lampart die Rolle im SGB inne und prägte diese maßgeblich. Nun ist er als Kandidat für das Präsidium des Pensionskassennetzes vorgesehen.
Während seiner Amtszeit konnte der SGB unter Lamparts Führung wichtige Abstimmungssiege erringen, beispielsweise bei der 13. AHV-Rente und gegen die Reform der Pensionskassen. Er wolle seinen Abschied aus dem Amt vornehmen, bevor er als Sesselkleber betrachtet werde, so Lampart. Trotz seines bevorstehenden Ausscheidens kündigte er an, sich weiterhin für den Schutz der Arbeitnehmenden gegen Verschlechterungen einzusetzen, darunter auch die von der SVP initiierte 10-Millionen-Initiative, die er als arbeitnehmerfeindlich bezeichnete. Wer seine Nachfolge antreten werde, müsse sich mit drängenden Problemen auseinandersetzen, wie etwa stagnierende Löhne und die Abwertung der Lehre, fügte Lampart hinzu.