Sechs Jahre zuvor hatte Tulsi Gabbard T-Shirts verkauft mit dem Slogan «Kein Krieg mit dem Iran». Damals strebte die Demokratin noch nach der Präsidentschaft. Als Trump den iranischen General Qassem Soleimani ermorden liess, bezeichnete sie dies als illegalen und verfassungswidrigen Kriegsakt.
Im Laufe der Zeit schwenkte Gabbard zur Unterstützung Trumps um, indem sie behauptete, dieser werde das Land vom «Rand eines Krieges» abbringen. Im Kongress wurde sie gefragt, ob eine unmittelbare Gefahr vom Iran ausgegangen sei. Sie antwortete: «Nur der US-Präsident kann bestimmen, was als unmittelbare Bedrohung gilt.”
Diese Ansicht wurde von dem Demokraten John Ossoff angegriffen, der sie korrigierte und erklärte, dass die Geheimdienste feststellten, es bestehe keine nukleare Gefahr mehr durch den Iran.
Gabbard wich aus, um Trump nicht direkt zu widersprechen. Joe Kent, ein ehemaliger Mitarbeiter Gabbards und Teil der MAGA-Bewegung, kritisierte in seinem Rücktrittsschreiben die Rolle Israels und seiner Lobby bei den Kriegshandlungen als Fehlinformation.
Kent verriet im Gespräch mit Tucker Carlson, dass es klar war, dass der Iran zurückschlagen würde. Mark Levin hingegen bezeichnete das Vorgehen in einem Fox News-Interview als «Friedensmission», da die andere Seite Atomwaffen bauen wolle.
Der Iran-Konflikt offenbart tiefe Risse unter rechten Kommentatoren, insbesondere bei der Frage nach Israels Rolle. Megyn Kelly listete auf ihrer «Megyn Kelly Show» mehrere prominente Rechte auf, die den Krieg unterstützten, darunter Mark Levin und Lindsey Graham.
Ben Shapiro kritisierte sowohl Tucker Carlson als auch Megyn Kelly scharf: «Das ist der Krieg von Donald J. Trump! Sag doch seinen Namen! Seid nicht so feige!”
Offenbar meiden die Kritiker Trumps direkte Angriffe auf ihn, während Umfragen zeigen, dass seine MAGA-Anhänger ihm treu bleiben. Die Unterstützung für den Krieg bleibt groß.
Dies könnte erklären, warum Trump nach dem Vorfall in Venezuela sagte: «MAGA-Anhänger lieben alles, was ich tue. Ich bin MAGA.”