Am Donnerstag haben die SBB gemeinsam mit SiemensMobilitySchweiz den Vertrag über 116 neue Doppelstockzüge des Typs Desiro DoSto abgeschlossen. Der Auftragswert beläuft sich auf bis zu zwei Milliarden Franken, einschließlich der Option für zusätzliche 84 Fahrzeuge. Nach dem Rückzug einer Beschwerde von Stadler Rail wird die Vergabe nun als rechtskräftig betrachtet, wie bereits Anfang April von den SBB bekannt gegeben wurde.
Die neuen Züge sollen ab 2031 in Betrieb genommen werden, wobei 95 Einheiten für die Zürcher S-Bahn und 21 für die Westschweiz vorgesehen sind. Mit einer Kapazität von rund 540 Sitzen bieten sie mehr Platz als ihre Vorgänger, indem sie zehn Prozent mehr Sitz- und dreißig Prozent mehr Stehplätze zur Verfügung stellen.
Siemens betont den Einsatz umweltfreundlicher Produktionsmethoden, darunter die Herstellung der Wagenkästen aus einem speziellen, CO2-reduzierten Aluminium. Zudem sollen Wärmepumpen und ein intelligentes Energiemanagement den Stromverbrauch minimieren.
Ein Teil des Auftrags bleibt in der Schweiz: Obwohl die Wagenkästen in Deutschland gefertigt werden, sind Projektleitung, Tests und Inbetriebnahme schweizerische Vorhaben. Siemens beschäftigt hierzulande etwa 6000 Mitarbeiter und investiert aktuell 110 Millionen Franken in einen neuen Campus in Wallisellen ZH.