Trotz Beschimpfungen der britischen Regierung durch Donald Trump sichert sich Monarch König Charles III. stehende Ovationen während seines Besuchs im US-Kongress und gewinnt breite Anerkennung in Großbritannien.
Die Reise von König Charles nach Washington erwies sich als erfolgreich: Donald Trump kündigte über Truth Social an, die Zölle auf Whisky-Importe aus dem Vereinigten Königreich sofort abzuschaffen, um den Monarchen und seine Gemahlin zu ehren. Dieser Schritt gelang britischen Diplomaten nach einem Jahr erfolgloser Bemühungen. Die Scotch Whisky Association hatte zuletzt einen Exportrückgang von 15 Prozent verzeichnet.
Charles’ Rede im Kongress wurde in Großbritannien als diplomatische Meisterleistung gefeiert, mit Lob von Medien wie der “Daily Mail” und dem “Guardian”, sowie Historikern wie Anthony Seldon. Alastair Campbell lobte die Ansprache ebenfalls für ihren Vertrauensaufbau.
Die britische Regierung setzte große Hoffnungen in den Staatsbesuch, insbesondere um das belastete Verhältnis zwischen London und Washington zu verbessern. Premierminister Keir Starmer steht unter Druck seit Trumps Kritik an der Ablehnung der Unterstützung für US-israelische Aktionen gegen Iran.
Kürzlich stand das britische Königshaus im Schatten negativer Berichterstattungen, besonders wegen der Verbindungen zwischen Jeffrey Epstein und Prinz Andrew. Die Rede von Charles III., die als bedeutendster diplomatischer Moment seiner Regentschaft galt, dauerte zehn Minuten länger aufgrund mehrfacher stehender Ovationen.
In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der Nato, internationale Handelsbeziehungen und Checks and Balances. Historische Referenzen umfassten Persönlichkeiten wie Lincoln, Roosevelt sowie britische Literaten und die Magna Carta.
Historiker Seldon beschrieb die Rede als mutig und geschickt, im Kontrast zu seiner Mutter, während Philip Murphy betonte, dass sie mit Wärme und Überzeugung vorgetragen wurde. Analysten diskutieren weiterhin über die subtilen Botschaften in der Ansprache.
Die britische “Soft Power” scheint weiterhin international wirksam zu sein, und Starmer ist aus dem Fokus Trumps verschwunden, während dieser nun den deutschen Kanzler Friedrich Merz kritisiert.