Die Berner erleben eine unvergleichliche Feierlichkeiten, als der FC Thun Schweizer Fussball-Meister wird. Im Jubel ruft Klubchef Andres Gerber über die Stadionlautsprecher einstige schwere Zeiten ins Gedächtnis zurück.
Obwohl der Klub am Ende nicht alles im eigenen Spiel gewinnen konnte, wie es Spieler Leonardo Bertone als ‘Explosion’ im voll besetzten Stadion beschrieben hätte, bleibt die Freude ungebrochen. Nach einer knappen Niederlage gegen Lugano und einem Public Viewing zur YB-Niederlage in Bern zeigt der FC Thun unbeirrte Entschlossenheit.
Eine Woche später findet sich der Klub in Basel wieder, dem Stadion des entthronten Meisters, umgeben von tausenden Fans. Doch ein überraschendes Veto der Basler verhindert zunächst die Feierlichkeiten, bis die Thuner trotz einer Niederlage im St.-Jakob-Park ihre Hoffnung nicht aufgeben.
Trainer Mauro Lustrinelli bleibt optimistisch: «Wir werden Meister. Wenn nicht heute, dann morgen.» Dieser Glaube wird belohnt, als der FC St. Gallen überraschend gegen Sion verliert.
Im Regen des Berner Oberlands und unter strahlender Sonne in der Ostschweiz erleben die Fans im Thuner Stadion mit, wie der Meistertitel greifbar nahe rückt. Die Mannschaft beobachtet gespannt vor den Grossbildschirmen.
Der Spieler Marco Bürki hatte nach einer Niederlage gegen Basel an die Herausforderung erinnert: «Jeder weiss, was auf dem Spiel steht. Das hat Auswirkungen.» Doch am Sonntag wird jede Unsicherheit endgültig vertrieben. Der Kapitän führt die Mannschaft zur Fankurve und präsentiert sich in Trikots mit der Aufschrift: «Wir sind Meister.»
Klubpräsident Gerber ruft den einzigartigen Moment auf der Tribüne hervor, vergleicht ihn mit den Dominanzphasen von YB, Basel und Zürich und mahnt zur Geduld für die Zukunft.
Die Mannschaft zieht anschließend zum Rathausplatz, begleitet von einem rot angestrichenen Meister-Bus. Die Geschichte des FC Thun ist einzigartig in der Schweizer Fussballgeschichte – eine emotionale Achterbahnfahrt mit unerwartetem Höhepunkt.
Die Konkurrenz bleibt weitgehend abwesend, was die Größe dieses Erfolgs für den kleinen Klub umso grösser erscheinen lässt.