Vor zehn Jahren wurde Leicester City zum unerwarteten englischen Meister und diente danach vielen Fußballvereinen als Inspiration. Jetzt stürzte der Klub in die dritte Liga ab – soeben ein historisches Ereignis im englischen Profifußball. Nach dem sensationellen Aufstieg aus der zweiten Liga 2014, gelang den Foxes 2016 eine unglaubliche Meisterschaft, bei der sie als 5000:1-Außenseiter galten. Heute steht Leicester vor einem Neuanfang nach dem Abstieg in die League One.
Der frühere Kapitän Wes Morgan äußerte sich über den Fall mit traurigen Worten und erinnert damit an viele Fans, die einst mit Leicester mitfieberten. Der Spitzname “Foxes” stammt aus einer regionalen Tradition der Fuchsjagd. Die Erfolgsstory begann 2010 mit dem Einstieg von Vichai Srivaddhanaprabha und seiner Investorengruppe. Unter der Leitung des italienischen Trainers Claudio Ranieri erzielte die Mannschaft eine beeindruckende Wende in der Saison 2015/16.
Leicester City bleibt ein Vorbild, besonders für Vereine wie den FC Thun, der ähnliche Erfolge feierte. Doch nach dem Tod des Klubpräsidenten Vichai Srivaddhanaprabha im Oktober 2018 und finanziellen Herausforderungen während der Corona-Pandemie, musste Leicester teure Transfers tätigen, die sich nicht auszahlten. Die Folgen sind schwerwiegend: Nach dem Abstieg 2023 ist ein Neuanfang notwendig.
Mit einem Budget, das höher war als in der zweiten Liga üblich, und einer Mannschaft mit umfassender Erfahrung in der Premier League, endete die Saison enttäuschend für Leicester. Die Foxes erleben nun eine Phase des Umbruchs. Ein Benefizmatch im Mai soll ihre glorreiche Vergangenheit ehren.