In Zürich dreht sich in dieser Woche alles um innovative Ansätze zur Klimakommunikation und -politik. Diskutiert wird, wie die Entfernung von CO₂ aus der Atmosphäre beschleunigt werden könnte. Finanzmarktspezialisten bieten Einblicke, um Greenwashing zu erkennen, während Klimaführungen durch die Stadt organisiert werden.
Johannes Pokorny, Geschäftsführer der Climate Week, ist überrascht über das hohe Interesse trotz des nachlassenden Fokus auf den Klimawandel in der öffentlichen Debatte. “Es scheint, als ob viele Teilnehmer*innen nun erst recht zusammenkommen wollen, um Fortschritte zu erzielen – nicht nur lokal, sondern auch europaweit. Dies hat sich wie ein Schneeballsystem entwickelt und wir sind positiv überrascht über die Größe dieses Events”, so Pokorny.
Zürich möchte in Europa zur Klimaschutzplattform werden, ähnlich wie New York im Herbst für die USA. Unternehmen nutzen die Gelegenheit zum Kundenaufbau, NGOs heben ihre Anliegen hervor und Wissenschaftler finden Publikum und Partner.
Die Frage nach dem ökologischen Preis für Reisen der Teilnehmer*innen nach Zürich steht im Raum. Pokorny räumt ein: “Das ist eine berechtigte Frage.” Dennoch betont er die Notwendigkeit von persönlichen Begegnungen, da fast alle Events vor Ort stattfinden. Die Organisatoren messen sorgfältig den Impact der Diskussionen und planen bereits für das nächste Jahr eine zweite Ausgabe der Klimawoche.
Heute Morgen, 4. Mai 2026, 6 Uhr