Ignazio Cassis, Bundesrat und Leiter des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), äußert sich zu den jüngsten Spannungen zwischen der Schweiz und Italien. Auslöser sind die versandten Rechnungskopien an Hinterbliebene des Brandes in Crans-Montana, der am Silvesterabend ausgebrochen war. Cassis bemängelt dabei insbesondere den Tonfall der italienischen Botschaft in der Schweiz und betont: „Der Botschafter hätte eher zur Beruhigung beitragen sollen.“ Auf Nachfrage zu möglichen diplomatischen Maßnahmen gegenüber dem italienischen Botschafter erklärt Cassis, dass regelmäßige Kontakte bestehen. Er betont, dass die offiziellen Beziehungen stabil seien und keine Krise bestehe. Dennoch fordert er eine Kommunikation in ruhigeren Tönen, um diplomatische Bemühungen nicht zu behindern. Cassis ist überzeugt, dass auch italienische Kollegen diese Ansicht teilen.