Luzern setzt auf die Bezeichnung als “Musikstadt” und erweitert den Platz für Strassenmusiker. Trotz des kulturellen Ziels sehen einige Bürger dies als Störung.
Vom 1. Mai bis zum 30. September kooperieren das City-Management Luzern und die IG Musikstadt Luzern, um wieder spezielle Plätze für Strassenmusik zur Verfügung zu stellen. Dieses Vorhaben, Teil einer Pilotphase, zielt darauf ab, den öffentlichen Raum zu verbessern und Luzern als Musikstadt bekannter zu machen.
Diesmal gibt es Änderungen am Konzept aufgrund des Feedbacks der letzten Saison. Im vergangenen Jahr konnten Musiker bereits in Bereichen wie dem Jesuitenplatz, dem Schweizerhofquai sowie an der Hertensteinstrasse/Seehof auftreten. Diese Standorte bleiben bestehen, abgesehen von der Ecke Hertensteinstrasse/Seehof.
Das Feedback zur ersten Phase war größtenteils positiv. Julia Fischer-Steger von der IG Musikstadt Luzern erklärt, dass viele die Strassenmusik als Bereicherung empfanden, während einige Anwohner skeptisch blieben. Daraufhin wurden Regeln angepasst: Einzelne Musiker dürfen nun maximal 30 Minuten täglich spielen. Die Auftrittszeiten sind von Montag bis Samstag zwischen 17.00 und 21.30 Uhr, sonntags ist kein Auftritt erlaubt. Beim Jesuitenplatz gibt es zusätzlich eine Ruhezeit von 17.15 bis 17.45 Uhr.
Ein wesentlicher Unterschied zum regulären Strassenmusikbetrieb: Kleinere Verstärker mit maximal 100 Watt sind zulässig, obwohl sie in Luzern normalerweise verboten sind. Diese Änderung ist besonders am Jesuitenplatz relevant, wo Bauarbeiten stattfinden.
Die IG Musikstadt Luzern strebt an, die reichhaltige musikalische Kultur der Region sichtbar zu machen. Die Initiative soll das Image von Luzern als Musikstadt festigen und international bekannter machen. Viele Musiker haben Strassenmusik im Rahmen des Pilotprojekts erstmals ausprobiert.
Die Zukunft des Projekts nach der Testphase bleibt offen, wobei ein weiterer Austausch mit allen Beteiligten geplant ist, um das Projekt für nächstes Jahr zu entwickeln.