Eine Allianz ist der Ansicht, dass strengere Zugangsbedingungen zum Zivildienst nachteilig für die Schweiz wären. Diese Gruppierung setzt sich gegen eine von Parlament und Referendum herausgeforderte Gesetzesreform ein, die am 14. Juni zur Abstimmung steht.
Civiva (Schweizerische Vereinigung für den Zivildienst), der Bund für eine Schweiz ohne Armee und linke Parteien argumentieren, dass es zu einem Mangel an Zivilisten in kritischen Bereichen wie Pflegeeinrichtungen, Schulen oder Umweltschutz kommen könnte. Ihrer Meinung nach tritt der Zivildienst dort ein, wo Personal fehlt. Die Parlamentsreform würde laut dieser Allianz 40 Prozent des Personals kosten und Kantone sowie Gemeinden vor Herausforderungen stellen, die auf diese Personen für wesentliche Dienste angewiesen sind – wie während der Coronavirus-Pandemie.
Die Befürworter der Reform hingegen sehen den Zivildienst als Option nur für jene an, die ernsthafte Gewissenskonflikte haben. Ziel der Änderung ist es, ihn weniger attraktiv zu gestalten und so das Problem des Soldatenmangels im Militär anzugehen; besonders betroffen sind Personen, die bereits erhebliche Zeit beim Militärdienst verbracht haben und dann zum Zivildienst wechseln.
Laut Bundesrat und Teilen der politischen Landschaft nutzen immer mehr Menschen den Ersatzdienst aus Bequemlichkeit statt aufgrund echter Gewissenskonflikte (2025 entschieden sich über 7.200 dazu). In der aktuellen geopolitischen Lage benötigt die Schweiz jedoch effektive Streitkräfte und eine robuste Zivilschutzorganisation, die selbst schon Personalengpässe meldet.