Seit mehr als zwei Monaten blockiert Iran die Strasse von Hormuz effektiv, wodurch tausende Seeleute auf ihren Schiffen feststecken. US-Präsident Donald Trump hat «Project Freedom» ins Leben gerufen, um die Krise zu entschärfen, was jedoch möglicherweise den Konflikt verschärft.
Die Strasse von Hormuz ist eine der bedeutendsten Handelsrouten weltweit. Über 2000 Schiffe liegen dort vor Anker und warten darauf, passieren zu können. Trump möchte nun als Retter der festgehaltenen Frachter auftreten. «Project Freedom» beinhaltet die Führung von Handelsschiffen durch amerikanische Informationen, sichere Routen und möglicherweise militärische Eskorten.
Allerdings ist dieses Vorhaben riskant. Der Nahost-Redaktor Jonas Roth äussert im Podcast «NZZ Akzent» Bedenken: «Die Mission scheint eher zu einer erneuten Eskalation des Konflikts beizutragen.» Iran betrachtet die Kontrolle über die Meerenge bereits als Druckmittel. Kurz nach Beginn der US-Mission griffen iranische Kräfte Handelsschiffe sowie ein Öllager der Vereinigten Arabischen Emirate an.
Im Podcast «NZZ Akzent» diskutiert Roth darüber, welche Optionen die USA haben und ob «Project Freedom» deren Verhandlungsposition stärken könnte.