An der Hohlstrasse plant die Pensionskasse Coop den Bau eines neuen Gebäudes, das bis 2030 fertiggestellt werden soll. Dieser Neubau wird von den renommierten Stararchitekten Herzog & de Meuron entworfen und besteht aus einem 60 Meter hohen Turm mit 135 Wohnungen sowie 200 Hotelzimmern. Es handelt sich dabei um das zweite Projekt der Architekten in Zürich, bei dem sie ein Wohngebäude realisieren. Im Erdgeschoss ist zudem eine Gewerbefläche vorgesehen.
Die Wohnungen im Turm werden zwischen 1,5 und 5,5 Zimmer groß sein, wobei der Großteil maximal zwei Zimmer umfasst. Die Mietpreise sowie die Identität des Hotelbetreibers sind noch unbekannt. Das Gebäude wird den Namen “Letziterrassen” tragen, inspiriert von den ausgedehnten Terrassen, die in den Bauplänen zu sehen sind. Eine Gartenterrasse im ersten Obergeschoss soll öffentlich zugänglich sein und als Brücke zum benachbarten Letzipark dienen.
Die CPV entschied sich bewusst für eine Kombination aus Hotel- und Wohnnutzung, um die Immobilie aufzuwerten. Der Strassenlärm der Hohlstrasse führte zu Überlegungen bezüglich des Wohnkomforts in den unteren Geschossen. Das Ziel ist es, Business- und Städtetouristen anzusprechen, weshalb ein Betreiber im Segment urbaner Lifestyle gesucht wird.
Herzog & de Meuron wurden aufgrund ihrer städtebaulichen Kompetenz ausgewählt. Sie haben sich bereits mit Projekten wie der Tilia-Siedlung und dem neuen Kinderspital in Zürich einen Namen gemacht. Die Kosten für den Turnbau werden im unteren dreistelligen Millionenbereich geschätzt, wobei die CPV keine genauen Angaben machen möchte.
Für die Konzerthalle Komplex 457 bedeutet das Bauvorhaben das Aus. Seit 2011 finden hier Konzerte für bis zu 2000 Gäste statt; Stars wie Queens of the Stone Age und Noel Gallagher haben bereits aufgetreten. Auf der Homepage sind zukünftige Veranstaltungen, darunter eine Horrorshow des deutschen Rappers Romero im Oktober 2027, vermerkt.
Der Mietvertrag von Komplex 457 läuft Ende Januar 2027 aus, woraufhin die Abbrucharbeiten beginnen sollen. Die CPV plant jedoch, die Ziegelsteine der alten Halle zu erhalten und in den Neubau zu integrieren, um dem Turm ein einzigartiges Aussehen zu verleihen.