Swiss bietet neuerdings Tarife ohne Handgepäck an, was Reisende dazu zwingt, kreative Lösungen zu finden. Der neue Tarif «Economy Basic», bekannt gegeben vom Lufthansa-Mutterkonzern im April, erlaubt kein großes Gepäck oder Handgepäck, jedoch einen persönlichen Gegenstand wie eine Laptoptasche oder einen kleinen Rucksack von maximal 40 x 30 x 15 Zentimetern. Swiss betont, dass es sich um eine Preisausweitung nach unten handelt und nicht um versteckte Preiserhöhungen. Der CEO Jens Fehlinger weicht der Preisvergleichsfrage aus, indem er auf Angebot und Nachfrage verweist.
Aviatik-Experte Max Oldorf sieht in dem neuen Tarif eine Reaktion auf die Konkurrenz durch Easyjet, insbesondere da Swiss in Basel und Genf Marktanteile verloren hat. Ohne einen wettbewerbsfähigen Tarif könnte Swiss auf Buchungsplattformen zurückfallen.
Im «Economy Basic»-Tarif ist der persönliche Gegenstand erlaubt, jedoch nur unter bestimmten Größenbeschränkungen. Reisende können Kleidung übereinander tragen anstatt sie zu verstauen und so Platz sparen – Swiss gibt sich offen für diese Methode, solange Missbräuche nicht auffallen.
Reiseflüssigkeiten müssen kleiner als 100 Milliliter sein; feste Alternativen sind platzsparender. Hotels bieten oft Pflegeprodukte an, sodass Reisende diese auch vor Ort kaufen können.
Eine Mehrzwecktaschenweste bietet zusätzlichen Stauraum für Kleidung oder andere Gegenstände unter der Jacke – eine Methode, die von vielen Reiseblogger*innen vorgeschlagen wird. Swiss bestätigt zwar keine Regulierung hierzu, weist aber auf einen angemessenen Umfang hin.
Digitale Lösungen sind empfehlenswert: Dokumente sollten online gespeichert und E-Reader anstelle von Büchern genutzt werden. Wer nach der Sicherheitskontrolle Wasser kauft, erhält oft einen Duty-Free-Sack, in den weitere Gegenstände gepasst werden können – für jene mit gebuchtem Handgepäck eine nützliche Option.