Der Kanton Zürich plant eine Investition von 25 Millionen Franken, um seine Innovationsfähigkeit zu fördern. Im Vergleich dazu investieren andere Kantone wie Basel-Stadt deutlich mehr in die Wirtschaftsförderung.
Laut der Weltorganisation für geistiges Eigentum ist die Schweiz mit ihrer innovativen Wirtschaft weltweit führend, was sie unter anderem gegen Länder wie Schweden (Platz 2), die USA (3) und China (10) durchsetzen konnte. Zürich hebt sich dabei besonders ab: Es gehört zu den Top 100 globalen Innovations-Clustern auf Platz 40, wobei es namentlich auf Leistungen der ETH bei Patentanmeldungen und Publikationen zurückzuführen ist.
Der Kanton betont seine hohe Regierungseffektivität (Platz 2 weltweit) und ein gutes regulatorisches Umfeld (Platz 6). Im Vorjahr gab es hier über 1400 Risikokapital-Investments, mehr als in Städten wie Atlanta oder Kopenhagen.
Dennoch sieht sich die Kantonsregierung dem Risiko ausgesetzt, den Anschluss zu verlieren. Ein neues Förderpaket mit einem Budget von 23 Millionen Franken über vier Jahre und Lohnkosten von 2,2 Millionen soll fünf Sektoren unterstützen: Die Halbleitertechnologie erhält die meisten Mittel (10 Millionen), gefolgt von Raumfahrt- und digitalen Gesundheitslösungen mit jeweils 4,3 Millionen. Umwelttechnologien erhalten 3,5 Millionen, während der Risikokapitalmarkt mit 0,9 Millionen gestärkt werden soll.
Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) betont: «Es geht nicht um staatliche Förderung einzelner Betriebe.» Der Ansatz sei, die Rahmenbedingungen zu verbessern und Wirtschaft mit Forschung stärker zu vernetzen.
Andere Kantone setzen auf direkte Unterstützung von Unternehmen; Basel-Stadt etwa investiert 150 bis 500 Millionen Franken jährlich in wirtschaftliche Förderung. Zürich hingegen will keine Einzelbetriebe fördern, um eine staatlich gelenkte Wirtschaft zu vermeiden.
Das Paket wird nun dem Kantonsparlament vorgelegt, wo es Unterstützung sowohl von links als auch rechts erhält. Die Grünen unterstützen die Umweltförderung kritisch und betonen die Notwendigkeit einer Flugverkehrreduktion. Die FDP begrüßt die Strategie, fordert jedoch steuerpolitische Massnahmen. Sozialdemokraten fordern faire Gewinnbesteuerung bei staatlicher Förderung.
Die SVP prüft den Antrag intern und hat noch keine abschließende Haltung genommen.