Die überraschten Angriffe der USA und Israels auf Iran Ende Februar zwangen das Regime, seine Strategie zu überdenken. Lange hatte es sich auf eine Abschreckungsstrategie verlassen, doch nach dem Kriegseintritt begann Iran mit einer Offensive zur Abnutzung des Gegners. Die Blockade der Straße von Hormuz und Angriffe auf Stützpunkte in den Golfstaaten zeigten Irans Entschlossenheit. Trotz Vorbereitungen war das Regime durch die Tötung von Führungspersönlichkeiten wie Ali Khamenei geschwächt worden.
Iranische Militärstrategen hatten schon lange auf einen solchen Konflikt mit den USA und Israel vorbereitet. Nach dem Angriff der Gegner reagierte Iran, indem es Drohnenangriffe und Raketenstarts einsetzte und Radar- sowie Satellitenanlagen zerstörte, was die Flugabwehr der USA störte. Der amerikanische Präsident Donald Trump war von dieser Entwicklung überrascht, obwohl Iran diese Taktik seit Jahren offen kommunizierte.
Die Strategie der Vorwärtsverteidigung basiert auf Erfahrungen aus dem Iran-Irak-Krieg und zielte darauf ab, Konflikte jenseits der eigenen Grenzen zu führen. Irans Netzwerk von Verbündeten wie die Hizbullah und Hamas sollte Abschreckung bieten und militärische Unterstützung sichern. Der Wirtschaftskrieg um das iranische Atomprogramm führte zu harten Sanktionen, doch Iran verfolgte weiterhin seine Ziele.
Nach dem Scheitern der Abschreckungsstrategie im Juni 2025, als Israel und die USA Angriffe auf iranische Einrichtungen durchführten, entschied sich das Militär für eine Eskalation. Die neue Führung setzte auf asymmetrische Kriegsführung und Abnutzungskonflikte in der Region. Trotz Verlust von Kontrolle durch dezentralisierte Kommandos blieb Iran handlungsfähig.
Die Militärführung ist sich bewusst, dass ein konventioneller Sieg unwahrscheinlich ist und setzt daher auf Zermürbung des Gegners. Trotz Herausforderungen bleibt das Regime entschlossen, den Konflikt weiter auszufechten.