Die 33-jährige Mujinga Kambundji, Leichtathletik-Star der Schweiz, wurde vor sechs Monaten erstmals Mutter und plant für Juni ein Comeback. Im Interview spricht sie über die körperlichen Veränderungen nach der Geburt ihres Sohnes Léon und ihre Zukunft im Sport.
Kambundji erwähnt, dass ihr Körper sich weicher anfühlt – Muskeln, Sehnen und Bänder sind anders als vorher. Der Hormonhaushalt ist noch nicht vollständig stabilisiert, besonders da sie stillt. Sie betont jedoch: «Ich bin fit und kann wieder alles machen.»
Trotz der Herausforderungen mit dem Stillen ihrer kleinen Familie hat Kambundji keine Eile, die Saison zu stressen. Der Fokus liegt auf Gesundheit, während sie auch unvorhersehbare Umstände akzeptiert. Ihr Weg zurück in den Sport begann schnell nach der Geburt mit Rückbildungsübungen und führte schließlich zu einem strukturierten Trainingsplan.
Sie beschreibt ihren Körper nach der Schwangerschaft als völlig anders, vergleichbar mit einer langen Gipsphase. Ihr Partner und Trainer Florian Clivaz unterstützt sie in dieser neuen Phase, was sowohl Herausforderungen als auch Vorteile mit sich bringt.
Die Planung ihres Trainings ist anpassungsfähiger geworden, da die Erholungsphasen eine größere Rolle spielen. Sie trainiert intuitiv, wie es schon immer ihre Art war. Ihr Umfeld hilft ihr dabei, den Alltag zu meistern und sich auf Wettkämpfe zu konzentrieren.
Kambundji ist optimistisch hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit über 100 Meter. Sie sieht sich bis 2028 im Wettkampfgeschehen und strebt eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Los Angeles sowie einer Heim-EM in Zürich an. Der Wechsel des Ausrüsters zu On erfolgte aus beruflichen Gründen, insbesondere um gemeinsam mit ihrer Schwester Ditaji zu arbeiten.
Zusammenfassend bezeichnet Kambundji sich weiterhin als Spitzensportlerin – nun auch als Mutter. Sie sieht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht als Hindernis, sondern als eine neue Facette ihres Lebens.