Sandra Studer hat sich seit fast vier Jahrzehnten unverwechselbar in der Schweizer Fernsehlandschaft etabliert, zunächst als Sängerin und Moderatorin bis hin zu Theaterrollen. Ihr bisheriger Höhepunkt war die Moderation des Eurovision Song Contest (ESC) in Basel. Ihre berufliche Laufbahn ist geprägt von Erfolgen und Freundschaften, während sie privat gleichzeitig zwei dramatische Wendepunkte bewältigen musste.
Der Wendepunkt ihrer Karriere erfolgte 1988 durch Céline Dions Auftritt beim ESC, der Sandra Studer tief beeindruckte. Nur drei Jahre später stand sie selbst auf dieser Bühne und begann zugleich ihre Moderationstätigkeit im Fernsehen mit Sendungen wie «Country Roads», «Traumziel» und ihrer Lieblingssendung «Takito». Nach deren Ende 1998 zog sich Studer aus dem Berufsleben zurück, um gemeinsam mit Ehemann Luka Müller vier Kinder großzuziehen.
Das Leben nahm eine dramatische Wendung, als ihre zweitjüngste Tochter Nina drei Monate zu früh geboren wurde und nur 870 Gramm wog. Sandra Studer beschreibt diese Zeit als ein “Erdbeben” in ihrer Familie: “Plötzlich war da ein Häufchen Leben, welches eigentlich noch bei mir hätte bleiben sollen.” Die intensive Periode in der Neonatologie prägte sie stark und ließ den Alltag an Bedeutung verlieren. Glücklicherweise geht es Nina heute gut, wie Studer betont: “Sie ist unser Wunder”.
Im Jahr 2019 folgte ein weiteres schweres Schicksalsschlag für die Familie, als Luka Müller mit Krebs diagnostiziert wurde. Studer erinnert sich an diese Zeit als ein zweites “Erdbeben”: Operationen, Bestrahlungen und Rückfälle bestimmten den Alltag. Heute ist der Kampf noch nicht vorbei: “Wir warten darauf”, so Luka Müller selbstbewusst, während Sandra Studer seine Haltung zur Krankheit lobt.
Am 9. Mai 2026 wird der Dokumentarfilm «Die Sandra Studer Story» um 20:10 Uhr auf SRF 1 ausgestrahlt und danach auf Play SRF zum Streamen bereitstehen.
Nach über drei Jahrzehnten ihres eigenen ESC-Auftritts kehrt Sandra Studer erneut als Moderatorin zurück, diesmal in Begleitung von Co-Moderatorin Hazel Brugger. Zwischen beiden entsteht eine neue Freundschaft, geprägt durch ihre gemeinsame Leidenschaft für Familie und Verständnis füreinander. Für Hazel ist Sandra die ideale Partnerin in dieser anspruchsvollen Situation, da sie die Herausforderungen zwischen beruflicher Verpflichtung und Familie so authentisch beschreiben kann.
Für Studer bleibt der ESC mehr als nur ein Wettbewerb: “Das war der Anfang von allem. Dass das noch mal in mein Leben zurückkommt auf diese Art – das ist nichts anderes als ein Geschenk des Universums”, resümiert sie.