Nach den drei Prämienschocks mit Steigerungen um 6,6 Prozent für 2023, 8,7 Prozent für 2024 und 6 Prozent für 2025 sowie einer jüngsten Beruhigung im kommenden Jahr tendiert der Anstieg laut Felix Schneuwly vom Vergleichsdienst Comparis nun in Richtung Kostenwahrheit. Dies geht aus einer Mitteilung des Dienstes hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde.
Ein Hauptgrund für die Verlangsamung im Kostenaufkommen waren den Angaben zufolge die Spitäler, die ihre Defizite teilweise reduzieren oder eliminieren konnten. Zudem trug der Trend von stationärer zu ambulanter Behandlung zur Kostenbremse bei, während die Umsetzung der Pflegeinitiative laut Schneuwly zu einer Kostensteigerung führen wird.
Die Gesamtkosten im Schweizer Gesundheitswesen stiegen im Vorjahr um 3,7 Prozent. In diesem Jahr ist ein Anstieg von 3,6 Prozent erwartet und für das Jahr 2027 voraussichtlich einer von 3,5 Prozent.
Das Bundesamt für Gesundheit verzeichnete laut seinem Kostenmonitoring Zuwächse in allen Leistungsbereichen. Spitex-Organisationen wiesen den höchsten Anstieg mit 13 Prozent auf, was einem Betrag von 173 Franken pro versicherte Person entspricht. Psychotherapeutische Leistungen durch Psychologinnen und Psychologen stiegen um 9,8 Prozent, was 86 Franken pro versicherte Person ausmacht.