(dpa) Der deutsche Schauspieler Alexander Held ist überraschend verstorben. Mit 67 Jahren erlag er einer kurzen Krankheit am vergangenen Dienstag. Diese Nachricht gab der TV-Produzent Sven Burgemeister, ein enger Freund von Held, der Deutschen Presse-Agentur bekannt.
Held lebte zuletzt in Erl, Tirol, und war vor allem für seine Rolle in der ZDF-Krimireihe “München Mord” bekannt. Zu seinen weiteren Filmprojekten zählten Titel wie “Sophie Scholl – Die letzten Tage”, “Der Schuh des Manitu” und “Der Untergang”.
Burgemeister beschreibt Held als ein Geschenk, einen Gentleman mit einem feinen Sinn für Humor und einer tiefen Hingabe an seine Arbeit. Als Schauspieler beeindruckte er durch sein unerschütterliches Auftreten und die Tiefe seiner Darbietungen.
Held hatte vielseitige Talente: Er war Solosänger bei den Regensburger Domspatzen von 1968 bis 1970. Als Jugendlicher spielte er als Torwart für den Traditionsklub TSV 1860 München und gewann fünf Mal die Jugendmeisterschaften. Eine Verletzung beendete jedoch seinen Traum, Profifußballer zu werden.
Seine wahre Berufung fand Held in der Schauspielerei, nachdem er an der renommierten Otto-Falckenberg-Schule ausgebildet wurde und 1980 bei den Münchner Kammerspielen begann. Weitere Stationen seiner Karriere waren das Staatsschauspiel Hannover, die Freie Volksbühne Berlin unter Hans Neuenfels sowie die Salzburger Festspiele.
Sein Filmdebüt gab er 1993 in der beliebten Serie “Derrick”. Daraufhin folgten zahlreiche Auftritte auch in internationalen Produktionen wie “Schindlers Liste” von Steven Spielberg.
Privat fand Held sein Glück mit Patricia Gräfin Fugger von Babenhausen, die er 2005 heiratete. Nach ihrem Tod im Jahr 2014 widmete er ihr den Bayerischen Fernsehpreis als bester Serien-Darsteller.
(dpa) In Frankreich droht ein Konflikt beim Sender Canal+. Der französische Bezahlsender kündigte die Zusammenarbeit mit 600 Filmschaffenden, die sich in einem offenen Brief gegen den wachsenden Einfluss des Medienmoguls Vincent Bolloré auf die Branche aussprachen. Canal+-Chef Maxime Saada äußerte während der Filmfestspiele in Cannes seine Absicht, mit den Unterzeichnern keine Projekte mehr zu verfolgen.
Sollte dieser Schritt umgesetzt werden, wären bedeutende Persönlichkeiten wie Regisseur Arthur Harari oder Schauspielerin Juliette Binoche von zukünftigen Produktionen ausgeschlossen. Canal+ spielt eine wichtige Rolle in der französischen Filmförderung, und ein Ausschluss namhafter Filmschaffender würde den Sender erheblich schwächen.
Vincent Bolloré, der bereits einen Anteil von etwa 30 Prozent an Canal+ hält, plant den Erwerb der Kinokette UGC. Die Filmschaffenden warnen in ihrem offenen Brief vor einer möglichen Kontrolle über die gesamte Filmproduktionskette durch Bolloré – von der Finanzierung bis zur Ausstrahlung im Fernsehen und Kino. Der konservative Milliardär ist in Frankreich umstritten.