Die Tourismusbranche auf der EU-Insel Zypern steht unter Druck infolge der anhaltenden Krise im Nahen Osten. Kostas Koumis, zuständiger Minister für Tourismus, erklärte in einem Interview mit dem zypriotischen Rundfunk (RIK), dass es jetzt darum gehe, das Bild des Landes zu verbessern und auf die sich verändernden Marktbedingungen einzugehen. Geografisch betrachtet ist Zypern der EU-Mitgliedstaat, der dem Nahost-Konflikt am nächsten liegt, mit einer Entfernung von etwa 150 bis 250 Kilometern zu Libanon und Israel.
Die Besorgnis der Branche hat zugenommen, nachdem eine iranische Drohne in der Nacht zum 2. März den britischen Stützpunkt RAF Akrotiri nahe Limassol getroffen hatte, wobei ein geringer Schaden entstand. Ein Hotelier aus Nikosia äußerte sich besorgt und meinte, solche Vorfälle seien “Gift für die Tourismusbranche”.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherung europäischer Märkte, die den größten Anteil der Touristen stellen. Aufgrund des Krieges im Nahen Osten fehlen wichtige Besuchergruppen aus Israel und verschiedenen arabischen Ländern.
Laut Minister Koumis stellt sich zudem das Problem einer zunehmenden Zurückhaltung europäischer Reisender dar, ergänzt um die Sorge über steigende Flugpreise.