In der Online-Community «dialog» herrscht weitgehend Zustimmung bezüglich des Vorschlages, die Motorleistung bei jungen Fahrerinnen und Fahrern zu begrenzen. Die Befürwortung dieses Ansatzes zur Verbesserung der Verkehrssicherheit ist weit verbreitet, während die Diskussion vor allem um die geeigneten Maßnahmen kreist.
«Raphaël de Suisse» betont, dass leistungsstarke Autos in den Händen junger Menschen problematisch sind. Er zieht einen Vergleich zu Motorradfahrern, die für große Maschinen spezielle Prüfungen absolvieren müssen. Junge Autofahrer könnten jedoch nach bestandener Prüfung direkt in hochmotorisierte Fahrzeuge einsteigen, was er kritisiert.
Er weist auch auf den Einfluss sozialer Medien hin: «Das Internet ist nicht die Wahrheit», schreibt er und warnt davor, dass solche Inhalte riskantes Verhalten fördern könnten.
«lutteur de Classe» unterstützt ebenfalls eine Leistungsbegrenzung und findet es unverständlich, dass Fahrzeuge verkauft werden, die schneller fahren können als erlaubt. «Wenn die Geschwindigkeit auf 130 oder maximal 150 km/h beschränkt ist, sollte auch die Technik entsprechend angepasst sein», argumentiert er.
Er sieht darin sowohl gesunden Menschenverstand als auch eine Notwendigkeit für mehr Sicherheit – nicht nur für die Fahrenden selbst, sondern auch für Fußgänger und Radfahrer.
«Oliver Viani» hält eine Leistungsbegrenzung für einen wichtigen ersten Schritt, sieht jedoch weitere Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem boomenden Privat-Leasing von teuren Fahrzeugen. Er betont, dass diese Entwicklung die Schwere der Unfälle erhöht hat.
Dagegen stehen kritische Stimmen wie «François Delafontaine», der fragt: «Wenn Leistungsbegrenzungen wirklich effektiv wären, warum würden sie nur für junge Fahrer gelten?» Er schlägt stattdessen eine Anhebung des Mindestalters für den Führerschein vor.
«Chris Psyllo» konzentriert sich auf die Verantwortung der jungen Fahrerinnen und Fahrer: «Wichtiger sind Ausbildung, Betreuung und Respekt auf der Straße», so seine Ansicht.
«Massimo Pedicone» hingegen sieht in Leistungsbegrenzungen eine «falsche Sicherheit». Er argumentiert, dass das Problem im Fahrverhalten und der fehlenden Erfahrung liege. In gewissen Situationen könne ein schwächeres Auto sogar gefährlicher sein.
Rundschau, 25.3.2026, 20:10 Uhr