Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran setzen sich fort. Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete, dass Raketen in einem Wohngebiet südlich von Teheran eingeschlagen sind, wobei zehn Menschen ums Leben kamen. Das israelische Militär bestätigte Angriffe auf die iranische Hauptstadt und andere Orte mit dem Ziel, Infrastruktur des Machtapparats zu zerstören. Laut dem Menschenrechtsnetzwerk HRANA waren diese Angriffe die heftigsten seit Kriegsbeginn.
Der Iran setzte seine Raketenangriffe auf Israel fort und zielte laut Medienberichten auf Dimona, eine Stadt in der Nähe des israelischen Atomreaktors. Auch im Grossraum Tel Aviv sowie in Jerusalem gab es Raketenalarme. Geschosse aus dem Libanon trafen erneut Israels Norden, und die Huthi-Miliz im Jemen griff Israel zweimal an – mit insgesamt drei Raketen und einer Drohne.
Die Ankunft des US-Kriegsschiffs «USS Tripoli» im Nahen Osten löste Spekulationen über einen möglichen Bodeneinsatz der USA aus. Während US-Aussenminister Marco Rubio bei den jüngsten G7-Gesprächen erklärte, dass die Kriegsziele ohne Bodentruppen erreicht werden könnten, schloss er deren Einsatz nicht definitiv aus. Berichten zufolge hat das US-Militär Pläne für kombinierte Einsätze von regulären Truppen und Spezialeinheiten vorbereitet, jedoch nicht als vollständige Invasion, wie die «Washington Post» berichtete. Ein solcher Einsatz könnte mehrere Wochen dauern.
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf warf den USA Täuschung bei diplomatischen Bemühungen vor und behauptete, dass unter dem Deckmantel von Verhandlungsangeboten ein Bodeneinsatz geplant sei. Der Iran sei jedoch bereit zu reagieren, sollten US-Truppen ankommen.
Das israelische Militär erklärte, die iranische Waffenproduktion solle «in wenigen Tagen» weitgehend zerstört werden. Gleichzeitig beschießen sich Israel und die Hisbollah weiterhin gegenseitig. Nach Angaben der WHO kamen bei Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen im Südlibanon neun Sanitäter ums Leben, weitere sieben wurden verletzt.
Die Vereinigten Arabischen Emirate haben seit Kriegsausbruch mehr als 410 Raketen und andere Waffen abgewehrt. Auch Kuwait und Saudi-Arabien meldeten neue Angriffe, die Schäden am internationalen Flughafen in Kuwait verursachten.
Im Rahmen diplomatischer Bemühungen um einen Kriegsabschluss trafen sich Aussenminister aus Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei auf Einladung Pakistans zu Gesprächen. Pakistan hat sich als Vermittler angeboten. Der Iran lockerte zudem seine Blockade der Strasse von Hormus für pakistanische Schiffe, was als vertrauensbildende Maßnahme gesehen wurde.