Der 56-jährige Olivier Jornot hat sich erfolgreich um eine weitere Amtszeit als Generalstaatsanwalt von Genf beworben und könnte somit bis zu zwanzig Jahre dieses Amt bekleiden. Bei der Wahl erzielte er 44’673 Stimmen, was 50,33 Prozent entspricht, während sein Hauptkonkurrent Pierre Bayenet 38’848 Stimmen (43,76 Prozent) erhielt. Zudem gaben 5’237 Stimmrechtige ihre Stimme leer ab. Die Wahlbeteiligung belief sich auf 31,07 Prozent.
Olivier Jornot zeigte sich mit seinem Wahlerfolg sehr zufrieden und äußerte die Bereitschaft, seine Tätigkeit als Generalstaatsanwalt für eine weitere sechsjährige Periode fortzusetzen. «Diese Wahl im ersten Wahlgang freut mich sehr», sagte er in einer Stellungnahme. Er plant, die Strafrechtspolitik umzusetzen, die er während des Wahlkampfes vertreten hatte: eine entschlossene Politik, die dennoch die Menschenrechte respektiert.
Bis zum Nachmittag herrschte angesichts der vorläufigen Ergebnisse auf Basis der Briefwahl Spannung. Der Generalstaatsanwalt lag knapp unter dem absoluten Mehr, weshalb eine Stichwahl durchaus möglich erschien.