Auf der weltweit größten Treffen von Rechtspopulisten war Greg Bovino, ehemaliger Kommandant bei den tödlichen ICE-Einsätzen in Minneapolis, ein gefeierter Gast. Die Veranstaltung fand im Gaylord-Kongresszentrum nahe Dallas statt.
Bovino, bekannt für seinen militaristischen Auftritt während seiner Zeit als ICE-Chef, nahm erstmals an der Conservative Political Action Conference (CPAC) teil. Er war verantwortlich für die umstrittenen Aktionen in Minneapolis, bei denen zwei US-Bürger starben, was sogar Präsident Trump zu einer Distanzierung zwang.
Im Zentrum von Grapevine posiert Bovino nun freudig mit Anhängern und nimmt Fragen entgegen. Auf die Nachfrage eines Schweizer Reporters zum Einsatz in Minneapolis antwortete er: “Minneapolis war ein Highlight meiner Karriere, jede Operation mit der ‘grünen Maschine’ bereitete mir Freude.” Er kritisierte die Haltung gegenüber Anarchisten und verglich sie mit dem Schweizer Modell der Selbstverteidigung.
Bovino äußert Bedauern über seinen Abzug von der ICE, da er immer noch illegale Einwanderer im Land sieht. Auf die Frage, ob er der Schweiz bei Immigrationsproblemen helfen könnte, reagierte er mit Ironie, aber auch Ernst: “Europa hat ein ähnlich großes Problem wie die USA”, so das wiederkehrende Thema auf der Konferenz.
CPAC zieht internationale Rechtspopulisten an; unter den Gästen waren Liz Truss und die Bolsonaro-Söhne aus Brasilien, sowie der polnische Präsident. Auch Hans-Georg Maassen mischte sich unter die Teilnehmer, trotz Vorbehalte gegen den Iran-Krieg.
Die Konferenz zeigte eindrücklich die Loyalität zur Trump-Administration: Eine Umfrage ergab, dass 94 Prozent der Anwesenden ihn als besten Präsidenten ihrer Zeit sehen. Kritik an Trumps Entscheidungen wie im Fall des Iran-Kriegs wurde als gesundes Gleichgewicht gesehen.
Thematisch reichte die Bandbreite von religiösen Diskussionen über Kommunismus bis hin zu Familienwerten, stets mit positiven Bezugnahmen auf Trump. Die Einladung Reza Pahlevis unterstrich den internationalen Ansatz der Konferenz.
Die Veranstaltung illustrierte die Stimmung unter Konservativen: Trotz einiger Differenzen bleibt die Unterstützung für Trump stark, wie sich in den zahlreichen Diskussionen und Umfragen zeigte.