Im letzten Jahr hat sich Pakistan erheblich in der Gunst des amerikanischen Präsidenten verbessert, unterstützt durch Milliardeninvestitionen in Krypto-, Minen- und Hotelprojekte sowie einem Vorschlag für den Friedensnobelpreis. Islamabad ist überraschend zu einem zentralen Vermittler im Konflikt mit Iran aufgestiegen, indem es aktuell eine Waffenruhe zwischen den beteiligten Parteien anstrebt. Premierminister Shehbaz Sharif und Aussenminister Ishaq Dar haben rund zwei Dutzend Telefongespräche geführt und seine Amtskollegen aus Ägypten, der Türkei und Saudi-Arabien am Sonntag in Islamabad empfangen. Danach wurde ein mögliches Treffen zwischen den USA und Iran angedeutet.
Bei den Vierergesprächen riefen die Aussenminister zum raschen Ende der Kämpfe auf, da der Konflikt nur Tod und Zerstörung bringe. Diese Bemühungen um eine diplomatische Lösung werden auch von China unterstützt, einem engen Verbündeten Pakistans. Dar plant, seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi über die Fortschritte zu informieren.
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Verhandlungen ist das Vertrauen, das Pakistan bei Präsident Donald Trump genießt, dem es in letzter Zeit stark angenähert hat. Trump empfing zweimal im vergangenen Jahr den pakistanischen Armeechef Asim Munir im Weißen Haus und lobte dessen Einsatz nach der Eindämmung eines Konflikts zwischen Indien und Pakistan 2025, obwohl Indien diese Darstellung zurückwies.
Pakistan hat zudem Millionen an Lobbyisten gezahlt, um das Landesimage in Washington zu verbessern, mit Jared Kushner und Steve Witkoff als Schlüsselpartner. Diese Geschäftsleute aus New York haben zu einer geschäftlichen Komponente zwischen den USA und Pakistan beigetragen, einschließlich eines Krypto-Deals über World Liberty und geplanten Investitionen in Ölforschung sowie Gold- und Kupferminen.
Diese Beziehungen ermöglichten es Pakistan, wirtschaftliche Vorteile zu sichern, wie niedrigere Importzölle im Vergleich zu Indien. Politisch ist das Land aufgewertet worden, obwohl in Delhi Sorgen über diese Entwicklung bestehen. Trump hat seine Rolle bei der Eindämmung des Konflikts zwischen Pakistan und Indien betont.
Obwohl Gespräche zwischen Iran und den USA in Islamabad noch unbestätigt sind, hat sich Pakistans Vermittlungsbemühungen bereits ausgezahlt. So erlaubte Iran derzeit zwanzig pakistanischen Schiffen die Passage durch die Strasse von Hormuz, was für das energieabhängige Land von großer Bedeutung ist.
Trotz dieser Fortschritte bleibt Israel in den aktuellen Verhandlungen unvermittelt, da Pakistan keine diplomatischen Beziehungen zu Jerusalem unterhält.