Die Lebensumstände der Kubaner sind so schlecht wie nie zuvor, dennoch gibt es bei vielen eine Hoffnung – ausgelöst durch die Politik von Donald Trump. Der Gedanke an einen Wandel reicht weit zurück: Zehn Jahre ist es her, als Barack Obama 2016 in Havanna landete und ein Ende des kalten Krieges zwischen den USA und Kuba symbolisierte. Damals erlaubte Raúl Castro dem Volk kleine wirtschaftliche Freiheiten und das Embargo wurde gelockert, was zu einer kurzen Blütezeit führte.
Doch nach der Amtsübernahme von Trump, dem Tod Fidels und der Pandemie schrumpft Kuba weiter. Jetzt steht es am Rande des Niedergangs und hat Haiti als ärmstes Land Lateinamerikas abgelöst. Die USA haben Sanktionen gegen Venezuela verhängt, um den Ölfluss nach Kuba zu unterbrechen, was das ohnehin angeschlagene Land zusätzlich trifft.
Die kubanische Regierung reagiert mit Notfallmaßnahmen: Krankenhäuser arbeiten nur noch in dringenden Fällen, Schulen und Universitäten bleiben geschlossen. Der öffentliche Verkehr ist eingestellt, Strom wird rationiert und Touristen zieht es kaum mehr an die Insel.
In diesem Umfeld flackert bei den Kubanern erneut Hoffnung auf, ausgerechnet durch Trumps Politik. Proteste sind zwar noch nicht massenhaft, aber Kundgebungen mit Rufen nach Freiheit und gegen das Regime häufen sich. Die Menschen fordern echte Hilfe statt Almosen.
Das kubanische Regime versucht seine internationalen Beziehungen zu festigen, doch die ehemaligen Verbündeten sind zurückhaltend. In dieser Not aktiviert es sein Netzwerk der Solidarität mit Unterstützung aus dem Ausland, die jedoch kaum als echte Hilfe angesehen wird.
Die Castros präsentieren sich weiterhin als Machthaber – selbst Fidel Castro scheint wieder präsent zu sein. Raulito, Raúls Lieblingsenkel, soll in geheimen Gesprächen mit den USA vermitteln. Die Welt und die Kubaner spekulieren über Trumps Pläne, während er offenbar eigene wirtschaftliche Interessen auf Kuba verfolgt.
Die Hoffnung vieler Kubaner liegt nun bei einem möglichen Wandel durch Trump, auch wenn viele befürchten, dass dieser nur im eigenen geschäftlichen Interesse handeln könnte. Dennoch sehnen sich die Menschen nach echtem Wandel: Demokratie und Freiheit anstelle der Diktatur.